Marie-Luise Neunecker, french Horn

Die wahrhaft königliche Marie-Luise Neunecker spielt Horn mit einer melodischen Grazie und mühelosen, beweglichen Bögen, von denen andere Hornisten nur träumen können“ schrieb die Berliner Morgenpost.

 

Die für ihre außergewöhnliche Virtuosität hochgelobte Hornistin blickt auf eine weltweit erfolgreiche Karriere. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.

 

Während ihrer Tätigkeit als Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des RSO Frankfurt von 1979 bis 1989 machte sie als Preisträgerin mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe auf sich mehrerer mehrerer internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam, so etwa beim Deutschen Musik Wettbewerb in Bonn (1982), beim Internationalen ARD Wettbewerb in München (1983) und beim Concert Artists Guild Wettbewerb in New York (1986). Heute tritt sie weltweit in den bedeutendsten Konzertsälen auf. 2013 wurde sie mit dem renommierten Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.

 

Neben ihren Erfolgen als Solistin, die sie mit Orchestern wie z. B. den Radioorchestern des NDR, SWR, MDR, HR, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Philharmonikern sowie mit den Bamberger Symphonikern zusammenführen, gilt ihre Aufmerksamkeit ebenso der Kammermusik. Mit Partnern wie Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, András Schiff, Pierre-Laurent Aimard und Martha Argerich, sowie dem Zehetmair Quartett ist sie regelmäßig zu hören.

 

Als Solistin und Kammermusikerin erhält Marie-Luise Neunecker regelmäßig Einladungen zu den großen, bedeutenden Festivals. Sie gastiert bei den Salzburger Festspielen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Aldeburgh Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Marlboro Music Festival, dem Risör Festival sowie bei den Wiener Festwochen.

 

György Ligeti schrieb für Marie-Luise Neunecker sein Hornkonzert „Hamburgisches Konzert“, das sie im Januar 2001 zur Uraufführung brachte. Seitdem hat sie das ihr zugeeignete Konzert in mehreren Ländern aufgeführt, wie zuletzt mit dem Aurora Orchestra in London. Für die Ligeti Edition bei Warner Classics spielte sie das Werk mit dem Asko Ensemble und Reinberg de Leeuw ein.

 

Mit zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die mit Preisen wie dem ECHO Klassik und einer Grammy-Nominierung ausgezeichnet wurden, hat die Hornistin nicht nur ihren außergewöhnlichen Rang und ihre Vielfältigkeit dokumentiert, sondern auch erheblich zur größeren Bekanntheit der Hornliteratur verschiedenster Epochen beigetragen. Die Strauss Hornkonzerte spielte sie mit den Bamberger Symphonikern unter Ingo Metzmacher, die Britten Hornserenade mit dem Tenor Ian Bostridge ein. Außerdem veröffentlichte sie eine Einspielung des Hindemith Konzerts sowie eine CD mit Hornkonzerten russischer Komponisten wie Reinhold Glière, Alexander Glazunov und Vissarion Shebalin. Als Kammermusikerin legte sie unter anderem eine Aufnahme der Brahms Horn Trios mit Frank Peter Zimmermann und Wolfgang Sawallisch vor, eine CD mit Werken von Othmar Schoeck, Charles und Ethel Smyth und zuletzt, mit Lars Vogt am Klavier, eine Aufnahme mit Werken von Hindemith, Kirchner, Brahms Beethoven und Schumann.

 

Marie-Luise Neunecker ist Professorin für Horn an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und reist für Meisterkurse bis nach China.